• LAGE » NETZENER GESCHICHTE

    Text Quelle: Wikipedia

    "Das Original der Ersterwähnung von Netzen ist nicht erhalten. Aus einer Kopie aus dem 15. Jahrhundert geht hervor, dass der Propst Heinrich des Domkapitels Brandenburg seinem Kaplan Burchardi, der auch Pfarrer in Netzen war, das Grundstück einer Mühle als Leh en in „Nydecem“ (Netzen) überträgt. Die Kopie enthält keine Jahreszahlen, aus der Regierungszeit des Dompropstes wird auf 1190 geschlossen . [1]

    Bis 1241 gehörte Netzen zum Domkapitel Brand enburg. Die Markgrafen Johann und Otto verkauften 1241 in Netzen 13 Hufen an das Kloster Lehnin , welches 1244 auch d as Patronat und das Schulzenamt in Netzen mit den dazugehörigen Hufen erhielt. Die Markgrafen Johann und Otto verkauften schließlich 1252 Netzen an das Kloster Lehnin . [2]

    Die schriftliche Erwähnung des Dorfes und der slawische Ortsname verweisen darauf, dass es um 1200 in Netzen sowohl eine slawische Siedlung als auch eine Ki rchengemeinde deutscher Kolonisten gab. Bis zur Auflösung des Klosters Lehnin 1542 war Netzen Eigentum dieses Klosters. Von 1542 bis 1872 war Netzen Amtsdorf des königlichen Domäne namtes Lehnin.

    Ende des 12. Jahrhunderts gab es mit Pfarrer Burchardi bereits eine Kirchengemeinde in Netzen. Die Errichtung einer neuen Kirche erfolgte am Ende des 14. Jahrhunderts als spätgotischer Backsteinbau mit einem spätmittelalterlichen Kirchturm aus Feldsteinen im unteren Bereich. Der obere Teil des Turmes besteht aus Lehmfachwerk . Das Turmdach besteht aus einem mittig aufgesetztem achteckigen verschieferten Spitzhel m . Um 1450 ist Netzen Mutterkirche mit den Filialen Grebs und Nahmitz .

    Im Dreißigjährigen Krieg wurde Netzen im Jahre 1630 von dem kaiserlichen Oberstleutnant Adam Georg von Putlitz geplündert. Um 1631 wurden das Pfarrhaus und seine Wirtschaftsgebäude zerstört . [3]

    Die Einwohnerzahl nahm erst im 18. Jahrhundert wieder deutlich zu, so dass 1776/77 der Neuba u eines Schulhauses nötig wurde. Die Errichtung einfacher Feldbrennöfen zur Ziegelherstellung erfolgte 1783. Im 19. Jahrhundert brachte die Ziegelproduktion in zwei Ziegeleien wirtschaftli chen Aufschwung. Als Transportweg für die Ziegel wurde 1871 der Emster Kanal gebaut. Die schnelle Zunahme der Bevölkerung in Netzen erforderte 1855 einen Neubau der Schule, dem 1898 ein zweites Schulhaus folgte. Im Jahre 1895 ist der Neubau des Pfarrhauses verzeichnet.

    Am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts setzte ein vielfältiges und reges Vereinsleben in Netzen ein. Es gab eine Reihe kleiner Handwerksbetriebe und Gaststätten."

    Text Quelle: Wikipedia